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"Question du Laupin" Unter diesem Namen war um 1900 ein Legespiel bekannt. Dieses bestand aus fünf achteckigen Pappscheiben, in der Mitte jeweils einer Scheibe die ausgestanzte Silhouette eines unterschiedlichen Motivs: Eine Glockenblume, der Kopf einer Katze, der Kopf eines Pferdes, eine Schildkröte und eine Vase. Es galt nun diese fünf Scheiben so übereinander zu legen, dass die durch alle Silhoutten gemeinsam enstehende Ausparung in der Mitte den Umriss eines Kaninchens ergibt, das zum gefälligeren Namen in der deutschen Übersetzung ("Häschenspiel") eben zum (Oster-)Häschen mutiert. Dabei gibt es genau eine Lösung, in der die Summe aller Ausschnitte das zu erzielende Kaninchen- oder Häschen ergibt.
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Möchte-gern-Mathematiker mögen geneigt sein, jetzt schnell zum Besten zu geben, dass sich bei der achteckigen Form für jede Scheibe, incl. Wechsel von Ober- und Unterseite genau 16 mögliche Lagen ergeben. Bei fünf Scheiben gibt das also 16 hoch 5 = 1.048.576 verschiedene Kombinationen. Die Jungs aus dem Mathe F-Kurs belehren aber schnell, dass es wohl nur eine Lösung gibt, in der die Summe der Ausschnitte das Häschen darstellt. Diese wird aber durch die Lage nur einer Scheibe bestimmt wird, nehmen wir an der untersten. Abhängig von deren Lage gibt es damit 16 mögliche Endlösungen für ein Häschen in unterschiedlicher Lage, aber immer korrekter Form. Daraus folgt weiter, dass die Anzahl der möglichen Legekombinationen sich letztendlich auf die vier restlichen Scheiben und somit "nur" noch auf 16 hoch 4 = 65.536 Möglichkeiten begrenzt. Das soll aber genügen, um so manchen zur Weißglut getrieben zu haben.
SPIELEN "LIVE" Die Firma manufactum ("Es gibt Sie noch die guten Dinge") hat das Spielchen, nachdem es lange, lange Zeit nur noch in der Literatur zu finden war, irgendwann neu aufgelegt und bietet es alljährlich rechtzeitig zum Osterfest mit einer "Lieferfrist von 4 Tagen".
SPIELEN "ONLINE" Schliesslich gibt es nichts, was es in der faszinierenden Welt des www nicht gibt. DerDüsseldorfer Webdesigner Georg Frevel war offensichtlich von dem Spiel so fasziniert, das er eine Version zum Online spielen erstellt hat, und das wirklich mit Hingabe, denn die ist richtig gut geworden.
LÖSUNG So manchen soll das Spiel, wie bereits erwähnt, schon zur Weißglut getrieben haben. Hm. So schwierig fanden wirs jetzt eigentlich nicht - ganz ohne Hochmuth, natürlich :-) Jetzt aber nicht gleich auf den Link hier mit der Lösung klicken, sondern erst mal mit den obigen Links selber probieren!
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